In diesem Artikel stelle ich euch den Pizzaofen Fontana Mangiafouco und das Mietkonzept von La Bottega Toscana vor, die Holzbacköfen vermieten... Vier Wochen war der Ofen bei mir!

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Wer ist „La Bottega Toscana“?
La Bottega Toscana, oder auch kurz „Laboto“, ist ein Pizzaofen-Shop (online) mit einer großen Ausstellung und Ladengeschäft im hessischen Linsengericht. Die angebotenen Pizzaöfen und Zubehör kommen aus Italien – hier kann man sich also sicher sein, dass man erstens super beraten wird und zweitens einen perfekten Pizzaofen bekommt, der auf die eigenen Bedürfnisse passt. Im Online-Shop findet man viele Modelle, egal ob für den Privat- oder Gastrobereich und natürlich das entsprechende Zubehör. Hier kommt definitiv jeder Pizza-Fan ins Schwärmen… Nebenbei finden hier auch Pizzakurse statt – für den Anfänger bis zum Profi. Sogar spezielle 5-Tages-Kurse der AVPN (Associazione Verace Pizza napoletana) werden angeboten! Und der Punkt, auf den ich speziell in diesem Bericht eingehen werde - das Mietkonzept von Laboto: man kann sich ganz einfach einen Pizzaofen mieten, egal ob für eine Veranstaltung oder einfach zum Testen.

Mietkonzept
Im Laboto-Shop findet man unter der Kategorie Mietöfen insgesamt vier Modelle, die sich der Kunde mieten kann. Dabei gibt es Öfen, die per Spedition versendet werden – also wie meiner – und welche, die auf einem Anhänger montiert sind, also dann direkt in Linsengericht abgeholt werden. Die Öfen eignen sich hervorragend für Veranstaltungen oder Feiern! In meinem Fall „bestellt“ man sich den Ofen direkt im Shop. Die Kosten der Spedition zur Anlieferung und Abholung nach Ablauf der Mietdauer sind natürlich inbegriffen. 

Lieferung & Lieferumfang
Wie bereits erwähnt wird der Ofen von einer Spedition angeliefert. Die Spedition meldet sich per Mail, über die man ins Tracking gelangt und die gewünschte Zustellzeit auswählen kann. Die Spedition war beeindruckend schnell und ich hatte schon zwei Tage später eine große Kiste (auf Euro-Palette) im Hof stehen.

Der Ofen war sehr gut und sicher in der Transportkiste verpackt, zudem ist alles an Zubehör in der Lieferung enthalten, was man zum Pizzabacken benötigt und evtl. auch nicht jeder im Haus hat:
- Lange Pizzaschaufel zum Einschießen
- Lange Schaufel zum Drehen der Pizza
- Asche-/Kohlehaken
- Lange Messingbürste
- Klappe für den Ofen (z.B. für Brot backen)
- Hitzeblech

Aufbau
Da der Ofen an den hinteren der vier Beine Rollen hat, kann man ihn trotz seines Gewichts relativ einfach bewegen. Dazu zieht man die Halterungen an der Front des Ofens aus und kann dann ordentlich anpacken. Vor Inbetriebnahme wird noch das Kamin aufgesetzt – viel mehr ist nicht notwendig und man kann direkt loslegen…

Der Ofen im Detail
Schauen wir uns den Ofen mal genauer an. Hier handelt es sich um den Fontana Mangiafouco, ein Pizzaofen mit direkter Holzbefeuerung. Das heißt, dass das Feuer im Ofen gemacht wird, neben dem Feuer wird gebacken. Die Innenmaße des Ofens sind 80 x 60 cm, womit neben dem Feuer also noch genügend Platz für Pizzen und andere Speisen ist. Der Ofen alleine wiegt an die 140 kg. Auf der rechten Seite ist der Ofen mit einem Thermometer ausgestattet, um die Temperatur im Ofen sehen zu können. Ich empfehle aber trotzdem noch den Einsatz eines Infrarot-Thermometers, um die Temperatur direkt auf dem Stein messen zu können, was bei einer Pizza Napoletana wichtig ist. Unten hat der Ofen eine Ablage, auf der das Holz und/oder Zubehör abgelegt werden kann.

Anheizen des Fontana Mangiafouco
Auf diesen Moment habe ich mich natürlich am meisten gefreut: das Anheizen! Dafür habe ich kleines Anzündholz und einen Anzünder vorbereitet. Sobald ein Feuer entsteht, kann man größeres Holz dazugeben, jedoch sollte es natürlich in einer moderaten Größe und trocken sein, da wir ja auch eine saubere Verbrennung und keinen unnötigen Qualm im Ofen haben möchten (wie beim BBQ 😉). Immer wieder legt man in der Anzündphase Holz nach, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Dieser Vorgang dauert 45 – 60 Minuten. Generell rate ich aber dazu, den Ofen lieber langsamer und länger aufzuheizen: erstens aus Rücksicht zum Material und zweitens damit die Hitze im Ofen auch gut und lange gespeichert werden. Haben wir genügend Glut und eine konstante Wunschtemperatur, ist der Ofen bereit für die erste Pizza.

Pizza backen
Da ich absoluter Fan (Fan – kein Profi) der Pizza Napoletana bin, habe ich mich im Vorfeld schon tierisch auf einen richtigen Holzbackofen gefreut. Bisher habe ich meine Napoletanas in Gasöfen wie die Roccbox, Ooni/UUni oder im Grill gebacken – für mich war das also auch Neuland. Entsprechend habe ich den Ofen auch auf eine Temperatur von ca. 450 - 480 °C aufgeheizt. Wie wir wissen ist das richtige Verhältnis zwischen Ober- und Unterhitze wichtig, damit Boden/Teig und Belag gleichzeitig fertig werden. Um eine konstante Oberhitze im Grill zu haben, legt man am besten kleine Scheite auf, bevor man die Pizza formt und belegt. Die Scheite sollten schnell Feuer fangen und auch mindestens so lange brennen, wie die Pizza im Ofen sein wird. Optimal ist, wenn die Flamme bis knapp über die Mitte des Ofens schlägt. Ich hatte einen Pizzateig mit 64% Hydration vorbereitet, der sich super formen ließ. Rechts vom Feuer werden alle Glut- und Aschereste weggebürstet, damit die Pizza einen sauberen Untergrund hat. Dann wurde die erste Pizza eingeschossen… Anfangs habe ich mich noch etwas in Entfernung von der Glut gehalten, so lange, bis der Boden fest war (ca. 20 – 30 Sekunden), dann wurde die Pizza kontinuierlich mit der runden Schaufel gedreht und nach insgesamt 90 – 100 Sekunden war die Pizza fertig. Das Ergebnis? Ich war selbst überrascht, dass mir direkt bei der ersten Pizza ein Volltreffer gelang, dass alles funktioniert hat: Teig, Belag, Oberhitze, Unterhitze. Der Boden war fest und knusprig, der Rand ging super auf, war außen ebenfalls kross, hatte die typischen Blasen, innen fluffig und die gewünschten Lufteinschlüsse. Der Belag wurde von der enormen Oberhitze perfekt gegrillt – WOW! Es folgten noch viele weitere Pizzen… Auch wenn die ein oder andere missglückt ist (Experimente mit 80% Hydration, Löcher im Teig), die meisten wurden super. Selbst wenn mal etwas auf dem Stein anbrennt oder Käse darauf fällt: einfach verbrennen lassen und mit der Messingbürste den Stein wieder säubern. Was mich beim Ofen überrascht hat und was absolut für die italienische Qualität spricht: trotz der höllischen Temperaturen im Innern des Ofen, habe ich außen lediglich eine Temperatur von ca. 60 °C an der Oberfläche gemessen, wohlbemerkt auf der linken Seite über dem Feuer!

Brot backen
Nachdem man mit Pizza backen fertig ist, bietet sich die Resthitze natürlich zum Backen von Brot an. Dafür lässt man das Feuer runterbrennen, damit nur noch die Glut übrig bleibt. Das Hitzeschild ist nun sehr wichtig, da es das Brot vor einer direkten Hitze schützen soll. Die Öffnung des Ofens wird mittels der mitgelieferten Klappe verschlossen. Dann wartet man, bis der Ofen auf die gewünschte Temperatur „abkühlt“. Ideal für Brot ist eine Einschießtemperatur von 250 – 280 °C. Die verschiedenen Brote wurden ungefähr 40 Minuten gebacken. In dieser Zeit fällt die Temperatur des Ofens langsam auf ca. 200 °C. Auch beim Brot backen benötigt man sicherlich ein wenig Übung und Routine, aber mit jedem Versuch klappte es besser.

Kann man auch etwas anderes als Pizza/Brot im Ofen zubereiten?
Ja! Dank der guten Hitzespeicherung lassen sich auch andere Gerichte einfach im Ofen zubereiten. Fleisch- und Gemüsegerichte stellen für den Ofen keine Herausforderung dar. Wir werden hier in den nächsten Wochen noch Rezepte vorstellen… Auf die schnelle wurden auch einfach mal noch leckere Blaubeer-Muffins nach dem Pizzabacken reingeschoben.

Abholung
Vor der Abholung durch die Spedition, die sich wieder im Vorfeld und mit genügend Vorlauf per Email ankündigen, muss der Ofen wieder für den Versand bereit gemacht werden. Natürlich muss er vorm Verpacken sauber gemacht werden, dabei gilt aber wieder: Finger weg von Wasser oder Reinigungsmittel auf den Schamottesteinen! Am besten man bürstet die Steine einfach beim letzten Backvorgang und bei hoher Temperatur mit der Messingbürste ab und entfernt dann die Glut- und Aschereste. Der Ofen wird wieder in die Kiste geschoben und festgezurrt. Dann sollte man noch an das Zubehör denken, damit auch wieder alles zurückgeht, was geliefert wurde. Der Ofen ist bereit für die Abholung.

Fazit
Ich finde das Mietofen-Konzept eine klasse Sache, vor allem auch für Interessierte und Experimentierfreudige, die evtl. überlegen, einen Holzbackofen zu kaufen. So kann man einfach mal ausprobieren, ob man an einem Holzbackofen Spaß hat, wie das Handling ist und vor allem, wie die Pizzen (und andere Gerichte) aussehen. Auch sehr geeignet ist der Ofen für Veranstaltungen oder wenn man bei seiner Geburtstagsfeier Pizza für seine Gäste backen möchte... Das umfangreiche Zubehör (Schaufeln, Bürste, …) ermöglichen einen schnellen Start, ohne sich vorher selbst mit Zubehör ausrüsten zu müssen. Ich selbst war sehr positiv überrascht, wie einfach man den Ofen anheizen kann und die Hitze gespeichert wird. Mit meinen Pizzen war ich auch sehr zufrieden, bzw. muss sogar sagen, dass ich noch nie bessere hinbekommen habe! Wer sich unsicher ist bezüglich Reinigung und Pflege, den kann ich auch beruhigen: die Schamotte werden einfach mit der im Lieferumfang enthaltenen Messingbürste abgebürstet – es darf kein Wasser oder Reinigungsmittel verwendet werden! Auch hervorzuheben ist die schnelle und unkomplizierter Abwicklung mit La Bottega Toscana, ein freundlicher Email-Verkehr und immer mit Tipps und Rat zur Seite. Vielen Dank für die Möglichkeit, den Ofen zu testen!

 

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