Gin zu Hause selbst herstellen ohne zu brennen – geht das? Wir zeigen euch wie man mit einem Gin-Set seinen eigenen Gin ansetzen kann.

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Was ist eigentlich Gin?
Gin ist eine Spirituose, die durch Destillation von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs unter Zusetzen von Wacholderbeeren und anderen pflanzlichen Stoffen bzw. Gewürzen (auch „Botanicals“ genannt) hergestellt wird. Der fertige Gin muss später mindestens 37,5 % vol. betragen und der Wacholdergeschmack vorherrschen.

Da die Destillation nicht unbedingt für den Hausgebrauch sinnvoll ist (Equipment und Rechtslage), lässt sich der Gin auch durch eine einfachere Variante herstellen. Das spätere Endresultat des nun folgenden Herstellungsverfahrens nennt sich „Compound Gin“ oder auch „Bathtube Gin“ (während der Prohibition wurde quasi die Badewanne zum Ansetzen verwendet). Anders wie z.B. ein Dry Gin hat unser Gin später eine goldene Farbe, da er nicht destilliert wird und die Botanicals entsprechend abfärben, was aber keinen Einfluss auf den Geschmack hat.

Um es einfacher zu machen, habe ich mir ein Gin-Set (Do your Gin) bestellt, das die wesentlichen Zutaten und Zubehör beinhaltet. Das Set macht einen durchdachten und aufgeräumten Eindruck, so dass es sich auch zum Verschenken sehr gut eignen sollte.

Im Set enthalten sind:
 - 12 Gewürze in Glaszylinder
 - 2 Glasflaschen mit Holzkorken
 - 1 Trichter
 - 2 Filter
 - 2 Etiketten zum Beschriften
 - Anleitung, inkl. Rezepte


Was sonst noch benötigt wird:
 - Neutralalkohol – hier eignet sich Wodka oder Korn. Ich empfehle hier auch eher zu einer besseren Qualität zu greifen, z.B. Absolut Vodka.
 - Zeit
 - Experimentierfreude

Dann geht’s los…
Im ersten Schritt mazerieren wir. Damit ist das Einlegen von Substanzen wie Kräuter in einer Flüssigkeit gemeint. Die wichtigste Zutat für einen Gin, die natürlich auch seinen Charakter bilden, sind Wacholderbeeren. Diese werden etwas angedrückt (entfalten dann ihr Aroma besser) und dann in eine der leeren Glasflaschen (oder anderen Behältnissen) gefüllt. Dann füllt man den Alkohol in die Flasche und verschließt sie. So lässt man die Flüssigkeit 24 Stunden stehen, zwischenzeitlich kann man die Flasche etwas schütteln. Schon nach wenigen Stunden lässt sich beobachten, dass der Gin Farbe bekommt, was aber ganz normal ist!

Nach 24 Stunden kommt ein weiterer wichtiger Schritt: wir geben nun die anderen Gewürze hinzu, die dem Gin vielseitige Aromen und Akzente verleihen. Hier kann man zu den beigelegten Rezepten greifen, und/oder man bringt seine eigenen Ideen/Gewürze in den Gin. Diese werden weitere 24 Stunden ziehen gelassen. Ich empfehle nach ca. 12 Stunden einfach mal zu kosten und ggf. weitere Gewürze hinzuzugeben bzw. den zweiten Mazeriervorgang abzubrechen, falls man mit dem Ergebnis schon zufrieden ist. Dann wird der Gin gefiltert, die Filter liegen dem Set bei. Wichtig ist, dass man nicht nur die „großen“ Gewürzstücke herausfiltert, sondern auch die kleinen Gewürzpartikel, damit wir später einen sauberen Gin haben. Im Zweifelsfall wiederholt man den Filtervorgang.

Im besten Fall lasst ihr den Gin für ca. 1 Woche verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort lagern, damit sich seine Aromen weiter entfalten können (trotz der herausgenommenen Gewürze).

Der fertige Gin
Ich konnte es kaum erwarten meinen eigenen Gin endlich zu verkosten. Dabei habe ich zuerst mit der Nase begonnen. Erster Gedanke: das riecht tatsächlich nach Gin! Der Wacholder dominiert natürlich, trotzdem riecht man auch etwas Fruchtiges. Danach habe ich den Gin pur getestet und auf dem Gaumen wirken lassen. Der fruchtige Geschmack ist nun noch intensiver, als vorher gerochen. Beim Abgang verändert sich der Geschmack nochmals und es sticht der Kardamom hervor, danach bleiben fruchtige Akzente übrig. Und was sich definitiv sagen lässt: er schmeckt! Auch in Verbindung mit einem Tonic Water ist der Gin sehr lecker.

Fazit
Auch wenn Compound Gin in der Szene nicht den besten Ruf hat – er schmeckt und ist super einfach herzustellen! Das Ergebnis hat mich tatsächlich sehr überrascht. Auch hat das Ansetzen bzw. die Auswahl der Botanicals sehr viel Spaß gemacht und lädt zum Experimentieren ein. So wird dieser Gin sicher nicht der letzte sein, den ich selbst herstelle. Mit einem Set, wie Do your Gin wird der Einstieg natürlich erleichtert, weil neben den Gewürzen auch das ein oder andere nützliche Zubehör beinhaltet. Wer Nachschub an Gewürzen benötigt, kann zudem das Botanicals-Set von Do your Gin bestellen. Ich kann das Gin-Set wirklich jedem Gin-Liebhaber ans Herz legen… Das komplette Rezept (mit Angaben aller Botanicals) findet ihr hier.

 

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