Land.Luft - Biofleisch

    Land.Luft - Biofleisch

    Bio-Fleisch von glücklichen Schweinen und Rindern, Schlachtung direkt auf Weide oder Hof – das hört sich bei den aktuellen Skandalen wie ein Märchen an. Doch es ist wahr!

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    Vor wenigen Wochen war ich mit Andrea von Land.Luft im Gespräch und wir haben uns lange über das Konzept, das Tierwohl und das Fleisch von Land.Luft ausgetauscht. Schlussendlich habe ich Fleisch und die Wurst getestet und möchte euch in diesem Artikel etwas dazu erzählen.

    Wer ist Land.Luft?
    Land.Luft hat seinen Sitz im niederbayrischen Leberfing und dort seine Bio-Landwirtschaft aufgebaut. Neben der Aufzucht von Tieren gibt es einen Hofladen, ein Bio-Restaurant und eine Metzgerei. Zudem können Fleisch, Wurst und andere leckere Spezialitäten (z.B. Marmelade, Honig, Schnaps, …) im Online-Shop geordert werden. Ein Blick auf die Website lohnt sich, um mehr Hintergründe zu Land.Luft zu erfahren – zudem ist der Auftritt wirklich sehr gelungen und gibt tiefe Einblicke hinter die Kulissen.

    Konzept
    Das Konzept hat mich sofort überzeugt, als es mir von Andrea nähergebracht wurde. Dies beginnt mit dem Tierwohl, das bei Land.Luft an oberster Stelle steht: lebenslange Freilandhaltung der Tiere auf großen Flächen, Geburt auf der Weide, keine Tiertransporte, Weideschlachtung. Die Tiere haben ein schönes Leben, können im Dreck suhlen und leiden somit auch keinen Stress, was sich natürlich positiv auf die Fleischqualität auswirkt. Futter für die Tiere wird zum Großteil selbst angebaut und auf Impfungen von Masttieren und Verabreichung von Medikamenten und Antibiotika wird verzichtet. Und in der eigenen Hofmetzgerei wird das Fleisch dann verarbeitet: auch hier wieder kurze und direkte Wege.

    Tiere
    Auf dem Hof von Land-Luft leben Rinder, Schweine, Schafe und Hühner. Die Schweine sind Schwäbisch-Hällische Landschweine und haben rund um den Hof viel Platz für Auslauf und zum Ruhen. Jedes Mutterschwein hat eine eigene Hütte auf 400 Quadratmeter Fläsche - genügend Platz, damit sich die Ferkel frei bewegen können und durch den Kontakt mit Ferkel anderer Mutterschweine eine soziale Gruppenstruktur ohne Rangkämpfe bilden können. Bei heißem Wetter suhlen die Schweine in kühlenden Schlammgruben. Die Rinder (Rasse: Murnau-Werdenfelser) dagegen weiden auf den saftigen Wiesen am Fluss und können hier langsam aufwachsen, was sich positiv auf das Fleisch auswirkt: es bildet sich intramuskuläres Fett statt dicker Fettschichten. Die braunen Bergschafe leben das ganze Jahr über auf der Weide im Freien. Sie grasen die Flächen zwischen den Weiden ab und leisten somit einen hohen Beitrag zur Pflege des Hofs und der Weiden.

    Lieferung
    Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin! Und das fängt bei Land.Luft schon bei der Verpackung an: als Isoliermaterial für die wiederverwendbaren Kühlpacks dienen Hanfmatten, die man natürlich ebenfalls nochmals verwenden kann. Die Lieferung durch den Paketdienst erfolgte nach vorheriger Abstimmung pünktlich. Voller Vorfreude öffnete ich mein Paket voller leckerer Fleisch- und Wurststücke.

     

    Fleisch & Wurst
    Vor allem hat mich das Schweinefleisch interessiert, so bestellte ich mir verschiedene Zuschnitte: Bauchfleisch (ohne Knochen), Secreto und ein mächtiges Stielkotelett (über 1 kg!). Nach und nach habe ich das Fleisch vergrillt.

    Das Stielkotelett habe ich im Kugelgrill rückwärts gegrillt: es wurde zuerst bei 140 °C gar gezogen, dabei habe ich mit Whisky-Räucherholz für ein dezentes aber besonderes Aroma gesorgt. Abschließend wurde bei direkter Hitze von allen Seiten scharf angegrillt. Auch die Schwarte wird kurz angeknuspert und sorgt durch die aufschlagenden Flammen für ein kleines Schauspiel. Das Fleisch war ein Genuss: zart, saftig und ein richtig guter Geschmack! Und das Fett bzw. die Schwarte darf definitiv nicht weggeschnitten werden, gerade diese hat so einen guten und intensiven Geschmack, auf den man nicht verzichten sollte.

    Mit dem Bauchfleisch am Stück habe ich Pork Belly Burnt Ends gemacht, ein typisches BBQ-Gericht, das in den letzten Jahren zum Trend wurde. Das Fleisch wurde in Würfel geschnitten und dann fünf Stunden im Smoker geräuchert, zwischendurch gedämpft und abschließend mit BBQ-Sauce glasiert. Das Ergebnis waren saftige und leckere Schweinebauchwürfel, die mich echt überzeugt haben.

    Relativ unbekannt ist das Secreto, ein Muskelstück vom Schwein, das zwischen Rücken und Rückenspeck verborgen liegt, daher der Name. Das Secreto wurde dagegen nur leicht gesalzen und dann über direkter Hitze gegrillt, so dass es schön medium war – und so sollte Secreto auch zubereitet und gegessen werden. Auch hier überzeugte mich ein natürlicher und leckerer Geschmack des Bio-Fleisches, zudem ist das Secreto ein super Cut!

    In einer weiteren Session habe ich saftige und vormarinierte Nackensteaks gegrillt. Normalerweise bevorzuge ich mein Fleisch "natur", also nicht mariniert oder gewürzt. Von Land.Luft wollte ich aber das bereits marinierte Fleisch testen und wurde nicht enttäuscht. Auch die groben Bio-Bratwürste habe ich getestet, die ich auch mega lecker fand!

    Auch die Wurst verdient eine Erwähnung… Hier habe ich mich auch quer durch das Sortiment bestellt und verschiedene Würste für ein deftiges Vesper bestellt: Bauernschwarze, Leberfinger Handwurst, Chilipeitschen und eine Fenchelsalami. Vor allem die Handwurst hat es mir angetan, die man kalt oder warm essen kann. Neben einer ausgewogenen Würze sind die Würste schön rauchig – muss man probieren! Das Sortiment ist groß und Liebhaber von Hausmacherwurst kommen auf ihre Kosten.

    Fazit
    Wer sich das Konzept von Land.Luft anschaut und sich näher damit beschäftigt, erkennt, dass es sich definitiv nicht um das eingangs erwähnte Märchen handelt, sondern Realität ist! Ich finde es gut, dass es Menschen gibt, die zwei Interessen – Tierwohl & Fleisch als Lebensmittel – miteinander verbinden. Dass es den Tieren gut geht, das schmeckt man dann auch. Von daher bin ich auch bereit, teilweise einen etwas höheren Kilopreis für Fleisch zu bezahlen. Schaut bei Land.Luft vorbei und lasst euch überzeugen: die Fleischqualität spricht für sich!


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