Die perfekte Pizza vom Gasgrill mit einem Pizzaaufsatz - ist das möglich? Wir haben die Haube von grillrost.com getestet und stellen sie in diesem Artikel vor…
 
Aufgrund der räumlichen Entfernung von weniger als 10 Kilometern zu meinen „Nachbarn“ von grillrost.com, bin ich natürlich immer wieder in Kontakt mit der schwäbischen Grillrostschmiede. Dieses Mal teste ich den Pizzaaufsatz für Gasgrills.
 
Ein Gasgrill eignet sich natürlich wunderbar zum Pizzabacken. Einziges Problem stellt der Temperaturverlust beim Öffnen des Deckels dar, selbst wenn man nur zwischendurch kurz in den Grill schaut, um den Fortschritt der Pizza zu verfolgen. Und hier kommt der Pizzaaufsatz ins Spiel: Dieser wird einfach auf die Grillfläche – über die Brenner – gelegt, so dass sich die Hitze unter dem Cover sammelt. Durch die Öffnung an der Front kann man jederzeit sehen, wie weit die Pizza ist. Es ist jedem selbst überlassen, ob der Deckel des Grills dauerhaft geschlossen oder aufbleibt.
 
Der Pizzaaufsatz im Detail
Der Pizzaaufsatz hat eine Breite von ca. 48 cm, eine Höhe von 9 cm und eine Tiefe von 40 cm. Gefertigt ist er aus 2,5 mm starkem Edelstahl (VA2). Der Pizzaaufsatz ist entgratet, geschliffen und poliert. Mit dem mitgelieferten Thermometer, das einfach mit dem Aufsatz verschraubt wird, kann die Temperatur abgelesen werden. Das Cover bringt gute 5 kg auf die Waage.
 
Verwendung der Pizzahaube
Die Haube wird auf den Grill gelegt und zusammen mit dem Pizzastein aufgeheizt. Je nach Dicke des Pizzasteins (nicht im Lieferumfang enthalten) darf mehr oder weniger Hitze unter dem Stein sein. Beim Aufheizen macht es Sinn den Deckel zu schließen, dass sowohl der Grill, aber auch die Haube auf Temperatur kommt. Nach ca. 15 Minuten sind Grill und Aufsatz bereit für eine Pizza. Die Pizza wird vom Schieber auf den heißen Stein geschoben, der Deckel des Grills kann nun geschlossen werden oder offen bleiben. Der Hitzestau unter dem der Pizzahaube reicht aus, dass die Pizza schnell fertig gebacken wird. Wird der Deckel des Grills geschlossen, lässt sich natürlich eine höhere Temperatur erzielen.
 
In meinem Fall (mit einem Napoleon LEX 485, „altes“ Modell mit drei Brennern) hatte ich am linken und rechten Brenner Hitzeverluste, weil der Pizzaaufsatz die äußeren Brenner nicht zu hundert Prozent abdeckt. Doch selbst so waren 350 – 370 °C unter dem Aufsatz möglich (bei dauerhaft geöffnetem Deckel), abgelesen am verbauten Thermometer. Meine Testpizzen waren nach 5 – 7 Minuten fertig. Klar, es geht etwas langsamer als in einem 500 °C-Pizzaofen, aber das Resultat spricht trotzdem für sich. Wurde der Deckel des Grills geschlossen, waren bei mir sogar bis zu 450 °C möglich.
 
Vor Beschaffung der Haube sollte man also beachten, wie groß der Grill ist und wie die Brenner angeordnet sind. Im besten Fall deckt der Aufsatz alle Brenner ab, so dass man die höchstmögliche Hitze unter der Haube hat.
 
Fazit
Der Pizzaaufsatz funktioniert tadellos und zaubert super Pizzen. Im idealen Fall deckt der Aufsatz natürlich alle Brenner ab, so dass die komplette Hitze direkt darunter ist. Jedoch auch bei einer nicht hundertprozentigen Abdeckung werden sehr hohe Temperaturen (abhängig vom Grill und dessen Leistung) erzielt. Gerade bei „leistungsschwächeren“ Grills erreicht man schneller seine Backtemperatur. Durch den Hitzestau unter dem Deckel entsteht so eine hohe Oberhitze, die den Belag der Pizza schnell fertig backt. Der heiße Stein sorgt für einen krossen Boden. Der Pizzaaufsatz ist ein sinnvolles Gadget, das selbst aus einem „leistungsschwächeren“ Grill einen Pizzaofen macht, aber auch bei stärkeren Geräten eingesetzt werden kann!