IMG 9018

Was ist der Unterschied zwischen Holzkohle und Briketts? Diese Frage stellen sich viele Grillneulinge, die das anspruchsvollere Grillen oder BBQ entdecken wollen. Wir wollen hier aufzeigen, welche Unterschiede, Vor- und Nachteile die jeweiligen Brennstoffe haben und für welches Einsatzgebiet diese am besten geeignet sind.

Holz
Wer mit Holzscheiten grillen möchte, muss sich im Klaren sein, dass es eine gute Zeit dauert, bis das Holz heruntergebrannt ist und somit Glut zum Grillen verfügbar ist. Wird das Grillgut bereits über lodernde Flammen gelegt, ist die Gefahr groß, dass es verbrennt und einen unangenehmen Rauchgeschmack annimmt. Auch eine sehr hohe Rauch- und Geruchsentwicklung erlauben es einem nicht, überall zu grillen. Somit scheidet eigentlich Brennholz zum Grillen in Kugelgrills und Watersmokern aus. Anders im Offset-Smoker: hier bringt man mit gut getrockneten kleinen Scheiten der typische Rauchgeschmack ans Grillgut.

Holzkohle
Das wohl beliebteste Brennmittel ist die Holzkohle. Holzkohle lässt sich relativ schnell und fast rauch- und geruchlos mit Hilfe eines Anzündkamins entzünden. Sie brennt sehr heiß, dafür aber nicht so lange. Daher ist Holzkohle z.B. für das Grillen von Steaks geeignet, da man mit der hohen Hitze eine schöne Kruste erzeugt. Bei längeren Grillvorhaben muss aber öfters nachgelegt bzw. angezündet werden.

Briketts
Wer das typische BBQ betreibt, also „low and slow“ grillen möchte, kommt um Briketts nicht herum. Briketts brennen zwar nicht so heiß wie Holzkohle, dafür aber länger (3 - 4 Stunden). Doch auch hier gibt es große Unterschiede: Holzkohle-, Braunkohle- und Kokos-Briketts sind mittlerweile erhältlich. Holzkohle-Briketts werden aus Holzkohlestaub und Bindemittel hergestellt, bzw. gepresst. Aufgrund dessen rauchen die Briketts beim Anzünden sehr stark und es dauert auch länger, bis die Briketts durchgeglüht und für den Einsatz im Grill bereit sind. Gerade bei Briketts empfiehlt sich der Einsatz eines Anzündkamins.

Der Vorteil von Kokos-Briketts ist eine fast rauch- und geruchlose Zündung. Außerdem brennen sie heißer und etwas länger als übliche Holzkohle-Briketts. Für den Einsatz auf oder unter dem Dutch Oven sind sie somit sehr von Vorteil, auch wenn sie etwas teurer als die üblichen Holzkohle-Briketts sind.

Von Braunkohle-Briketts raten wir generell ab, da sie schwieriger zu entzünden sind und auch einen schwefeligen Geruch haben, der sich auf das Grillgut übertragen kann. Diesen Umstand erkennt man auch an den gelben Ascherückständen nach dem Grillen.

Einen Kommentar verfassen

Als Gast kommentieren

0
  • Keine Kommentare gefunden