Der tepro San Francisco Holzkohle-Kugelgrill im Test! Ein Alleskönner, der mit viel nützlichem Zubehör erweitert werden kann und zudem ein paar nette Features hat...

 

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Nach über 6 Jahren mit meinem Outdoorchef Rover und einem Weber OTP war es mal wieder Zeit für einen neuen Kugelgrill. Ein Holzkohle-Kugelgrill ist für mich unverzichtbar, weil er in meinen Augen der flexibelste Grill seiner Art ist: Grillen auf hoher Temperatur, Pizza backen, „low and slow“, räuchern, einen Braten zubereiten – alles ist möglich. Kugelgrills gibt es natürlich von vielen Anbietern – bei mir zog aber der tepro San Francisco ein. Hier möchte ich euch einen genauen Einblick in den preiswerten Grill geben, der mit viel nützlichem Zubehör erweitert werden kann. Nach einer Testphase von ungefähr 5 Monaten war es mir möglich ein Resümee zu ziehen.

Wem tepro noch kein Begriff ist, hier eine kleine Vorstellung: Tepro wurde 1985 gegründet und ist seit jeher ein Familienunternehmen. Neben Grillgeräten und -zubehör vertreibt die tepro Garten GmbH Aufbewahrungslösungen für Terrasse und Garten, Gewächshäuser, Carports und Pavillons. tepro definiert sich selbst als Preiseinstiegs- und Mittelpreissegment-Hersteller und sieht sich keineswegs als Konkurrent von den großen und namhaften Grillherstellern. Da ich Anfang 2017 bereits den Gasgrill Manhattan (Bericht hier) getestet habe und sehr begeistert war, was Verarbeitung, Qualität und Handling anging, wollte ich den San Francisco genauer unter die Lupe nehmen. tepro stellte mir den Grill inklusive Zubehör für einen Produkttest zur Verfügung. Meine Aufgabe bestand darin, den Grill zu testen, ehrlich zu bewerten und Tepro ein konstruktives Feedback zurückzugeben.

Datenblatt
- Grillfläche: ca. 53 cm Ø
- Feuerwanne ca. 58,7 cm Ø
- 1 höhenverstellbarer verchromter Grillrost mit Grillrosteinsatz
- emaillierter Deckel mit Kunststoffgriff
- Thermometer
- Lüftungsschieber im Deckel
- emaillierte Feuerschale
- integriertes Zubehörhalterungssystem (für z. B. Warmhalterost oder Deckelhalter)
- inklusive Deckelhalter
- 4 Holzkohlebehälter für indirektes Grillen
- Kohlerost
- 2 abnehmbare Grillrostgriffe
- integriertes Reinigungs- und Belüftungssystem
- emaillierter Ascheauffangbehälter
- 3 Standbeine
- Frontbein mit Gelenkfuß
- 2 Kunststoffräder mit Radkappen
- pulverbeschichtetes Bodengitter
- Arbeitshöhe ca. 82 cm
- Kohlefassungsvermögen max. 2,0 kg
- patentiert
- Design eingetragen

Unboxing & Aufbau
Der tepro San Francisco wird in einem Karton geliefert, der alle Teile enthält. Die einzelnen Teile sind sicher verpackt und durchdacht im Karton platziert. Zusätzlicher Schutz bieten Schaumstoffpolster an kritischen Stellen des Grills, zudem sind alle Teile noch in Folie verpackt. Den Teilen liegt eine Bedienungsanleitung in Deutsch und ein Werkzeug bei. Wer sein eigenes Werkzeug verwenden möchte, benötigt nur einen 10er und 13er Schlüssel. Auf die einzelnen Schritte der Montage gehe ich hier nicht ein, jeder einzelne ist in der Anleitung gut erklärt. Der Aufbau kann von einer Person in 30 – 60 Minuten erledigt werden und ist absolut easy.

Fahrwerk
Schauen wir uns den Grill genauer an: das Fahrwerk. Wo der Outdoorchef sehr stabil war, kam der Weber in diesem Punkt nicht gut weg. Dessen Fahrwerk inkl. Rollen war einfach zu instabil und gewährte keinen angenehmen und sicheren Stand (meine Meinung). Der San Francisco macht da einen guten Eindruck: alles fest, alles stabil. Die großen Kunststoffrollen lassen sich gut über verschiedene Untergründe bewegen, egal ob Pflaster oder Gras. Das Frontbein hat einen Gelenkfuß, so dass es sich dem Untergrund anpassen kann und für einen stabilen Stand sorgt.

Feuerschale + Aschetopf
Die Kugel ist emailliert, wie man es von anderen Herstellern kennt. Die an der Feuerschale angebrachte Halterung für den Aschetopf hält sehr gut: kein Wackeln, alles bombenfest. Auch der Aschetopf lässt sich sehr einfach einhängen, was mich direkt positiv überrascht hat. Bei meinem „alten“ Weber OTP war das Einhängen des Topfes nach dem Leeren immer eine sehr nervenaufreibende Aktion, bis die Haken an der Halterung eingefädelt waren. Gewöhnungsbedürftig war für mich anfangs die Stellung des Hebels: links Ventil offen, Mitte Ventil geschlossen, rechts Ventil offen. Also ich nach dem ersten Einsatz die Restkohlen löschen wollte, den Hebel aus Reflex nach rechts geschoben habe (wie beim Weber OTP) und erst nach 2 Stunden bemerkt habe, dass der Grill immer noch warm war, habe ich die Stellung des Hebels bemerkt. Nicht schlimm, man kann sich schnell umgewöhnen.
Die an der Schale angebrachte Deckelhalterung ist sehr stabil und der Deckel ist bei Nichtgebrauch einfach zu verstauen. Etwas zu schwach ausgelegt dafür finde ich den Griff, mit dem der Grill bewegt wird. Das Material könnte meiner Meinung nach etwas stärker sein, damit sich der Griff stabiler anfühlt.

Rostsystem und Kohleteiler
Sehr durchdacht ist das Rostsystem, das es erlaubt, den Rost in verschiedenen Höhen zu verstellen. Dazu wird der Rost einfach in die entsprechende Höhe eingelegt – in der untersten Ebene holt man hier nochmals 5 cm heraus, was gerade für den Wok-Einsatz von Vorteil sein kann. Der Rost ist zudem zweigeteilt und kann mit optionalem Zubehör bzw. Einsätzen multifunktionell erweitert werden: das sogenannte Rost-in-Rost-System. Zusätzliche Fläche bekommt man mit einem Warmhalterost, der einfach in die Rosthalterungen gesteckt wird. Alle Einsätze werden unter „Zubehör“ genauer vorgestellt. Ein weiteres tolles Feature ist der vierteilige Kohleteiler, mit dem man einfach und schnell eine direkte und indirekte Zone einrichten kann, selbst für einen Minion-Ring für „low and slow“-Speisen kann der runde Teiler verwendet werden.

Deckel
Der Deckel verfügt über ein Thermometer, einem Lüftungsventil und einem Griff, der im Gegensatz zum Griff an der Kugel sehr stabil ist. Wenn der Rost auf der obersten Ebene liegt, beträgt der Abstand von Rost zu Deckel ungefähr 20 cm, was für die meisten Grillgerichte absolut ausreichend ist. Wenn es doch mal knapp werden würde, kann man den Rost immer noch auf die unterste Ebene einrasten, was wie oben erwähnt weitere 5 cm bringt, also einen Gesamtabstand von 25 cm. Das Deckelventil könnte meiner Meinung nach etwas „strammer“ sitzen, wobei es natürlich seine Position hält, wenn es eingestellt ist. Wird der Deckel jedoch bewegt, schräg gehalten oder in den Deckelhalter gestellt, kann es sein, dass sich das Ventil von alleine verstellt.

Zubehör
Der tepro San Francisco wird serienmäßig mit einer Abdeckhaube, den Rosthaltern und dem Kohleteiler ausgeliefert. Wer das Rost-in-Rost-System ausgiebig nutzen möchte, hat die Möglichkeit diverse Einsätze optional zu bestellen/kaufen. Die Einsätze werden einfach gegen den runden, mittigen Edelstahlrost ausgetauscht und verwandeln den Grill in einen kleinen Alleskönner.

- Pizzastein-Einsatz: Der Pizzastein-Einsatz bietet genügend Platz für eine leckere Pizza vom Grill mit einem Durchmesser von 30 cm. Um eine leckere Pizza mit krossem Boden zu grillen, wird natürlich eine entsprechende Temperatur benötigt.

- Wok-Einsatz: Das erste, was beim Wok-Einsatz auffällt, sind die vier Aussparungen im Guss, die bewirken, dass der Wok sauber auf dem Rost aufliegt. In der Praxis haben sich die Aussparungen nur als gering störend herausgestellt. Rühren lässt sich trotzdem ganz gut, evtl. muss man beim Reinigen etwas öfters an die Stellen ran. Insgesamt macht der Wok sehr Spaß und man bekommt auch ordentlich Hitze ans Gusseisen. Hier bietet es sich natürlich an, den Rost auf die unterste Ebene zu stellen, immer nahe ans Feuer. Mein erstes Gericht im Wok waren „Gebratene Reisnudeln mit Hähnchenbrustfilet“

- Gusspfannen-Einsatz: Die Gusspfanne ist natürlich ideal für Pfannengerichte, kann aber auch für Steaks oder sonstiges verwendet werden. Für den ersten Einsatz habe ich Burger gebraten. Die Pfanne funktioniert aber auch tadellos mit Gemüse oder anderen Pfannengerichte.

- Gussrost-Einsatz: Dieser Einsatz ist ideal für Steaks, um ihnen ein tolles Branding zu verpassen. In Verbindung mit dem Kohleteiler richtet man unter dem Einsatz die direkte Zone ein und grillt das Steak von beiden Seiten scharf an. In der äußeren indirekten Zone wird das Steak dann auf die gewünschte Kerntemperatur gezogen.

- Gebäckeinsatz: Eigentlich für Süßspeisen wie Muffins o.ä. gedacht, lassen sich in dem massiven Gusseinsatz auch deftige Speisen zubereiten, wie z.B. die Pizzaburger – ein leckerer Snack bzw. Fingerfood für Partys.

Grillen mit dem tepro San Francisco
Je nach Einsatzgebiet wird der Grill mit Briketts oder Holzkohlen befeuert. Der Tepro lässt sich einfach regeln und hält die Temperatur sehr konstant. Auch der Einsatz des vierteiligen Kohleteilers macht Spaß. Egal ob man nun innen oder außen eine direkte oder direkte Zone einrichten will, einfach Kohlen reinschütten und man kann schon loslegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beschichtung des Grills geschützt ist, weil die Glut keinen direkten Kontakt zur Emaile hat. Ich erhoffe mir dadurch eine längere Lebensdauer der Kugel ohne Hitzerisse. Egal ob Fleisch - Rind, Schwein oder Hähnchen - oder Gemüse: wenn man die Temperatursteuerung beherrscht, klappt alles ohne Probleme. Aber auch die Steuerung ist kein Hexenwerk, weil der Tepro gut reagiert und natürlich auch nicht anders funktioniert, wie Konkurrenten.

Pro und Contra
+ schneller und einfacher Aufbau
+ sauber Verarbeitung, gute Qualität
+ stabiles Fahrwerk
+ durchdachtes Rostsystem
+ erweiterbares Zubehör

- Griff am Grill leicht locker
- Deckelventil sitzt locker

Fazit
Der tepro San Francisco hat mich trotz leichten Schwächen überzeugt. Die Schwächen sind jedoch Kleinigkeiten, über die man bei dem klasse Preis-Leistungs-Verhältnis absolut hinwegsehen kann. Der Grill hat eine super Verarbeitung und Qualität, gerade das Fahrwerk überzeugt durch seine stabile Bauweise. Auch der Aufbau ist einfach und schnell zu bewerkstelligen. Mit seinem Rostsystem und den verschiedenen Einsätzen lässt sich der San Francisco flexibel einsetzen und ist somit ein richtiger Allrounder. Wer seinen Grill im Freien stehen hat, der kann sich eine wetterfeste Abdeckung, passend für den San Francisco dazu bestellen. Die Abdeckung gibt es in drei verschiedenen Stoffen und vier verschiedenen Farben, somit ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Meiner Meinung nach - nachdem ich den San Francisco ausgiebig getestet habe - muss ich sagen, dass es nicht immer unbedingt ein "Marken"-Grill sein muss. Von Verarbeitung, Qualität, Handling und Einsatzmöglichkeiten steht der San Francisco denen um nichts nach, sondern schneidet im Preis-Leistungs-Verhältnis sogar besser ab! Der Grill ist im Netz teilweise unter 185,00 EUR zu finden. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!

 

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