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Paprikapulver ist neben Salz und Pfeffer eines unserer Lieblingsgewürze. Für BBQ-Gerichte und –Rezepte ist natürlich eine rauchige Variante immer passend. Deswegen habe wir unser eigenes Paprikapulver geräuchert - gar nicht schwer!

In diesem Artikel zeigen wir euch, wie man ganz einfach sein eigenes geräuchertes Paprikapulver herstellt. Wer neben einem Grill oder Smoker ein Dörrgerät und eine elektrische Kaffeemühle besitzt, der hat es einfacher, doch für die Produktion seines eigenen Paprikapulvers ist es nicht zwingend erforderlich.

Was benötigt man zur Herstellung des geräucherten Paprikapulvers?
- Paprika (hier: 12 Stück)
- Grill/Smoker (hier: Weber Smokey Mountain Cooker 57)
- Räucherholz (hier: Hickory-Holz)
- Dörrgerät (alternativ: Backofen)
- Elektrische Kaffeemühle (alternativ: Messer, Mörser)

Wie stellt man geräuchertes Paprikapulver selbst her?
Zuerst werden die Paprika gewaschen, aufgeschnitten, entkernt und geviertelt. Der Grill oder (Water-) Smoker wird auf eine Temperatur von ca. 70 °C eingeregelt. Heißer sollte die Temperatur im Grill/Smoker nicht werden, da die Paprika sonst verbrennen. Natürlich lassen sich Schwankungen nicht immer vermeiden – es ist nicht schlimm, wenn die Temperatur kurzzeitig höher ist. Am besten kontrolliert man die Temperatur mit einem Grillthermometer. Wir haben die Paprika im Weber Smokey Mountain Cooker 57 geräuchert, der mit dem BBQ Guru CyberQ Wifi betrieben wurde – ohne Temperaturschwankungen! Sobald die Briketts ausgegast sind und die Zieltemperatur erreicht wurde, werden  die Paprikastücke auf dem Rost verteilt. Zwölf gestückelte Paprika haben ohne Probleme auf zwei Ebenen (57 cm Durchmesser) Platz.

Der Deckel wird geschlossen und die Räucherphase kann beginnen! Die Paprika werden ca. 5 Stunden mit Hickory-Räucherholz (oder einem anderen Holz der Wahl) dezent geräuchert. Immer wieder legt man Räucherholz nach, so dass konstant Rauch im Grill ist. Und dabei immer auf die Temperatur achten! Wer nach den 5 Stunden noch Kohlen oder Briketts übrig hat, kann die Paprika auch weiter indirekt bei 70 °C trocknen. Ansonsten weicht man nun auf einen Dörrer oder dem Backofen aus. Bei uns waren die Paprika fast 15 Stunden im WSM, bis die Temperatur langsam fiel. Im Dörrer wurden sie dann noch fertig getrocknet – weitere 36 Stunden! Nachdem die Paprikastückchen komplett (!) trocken sind, werden sie zu Pulver verarbeitet. Dabei kann ein Mörser oder eine Kaffeemühle in Einsatz kommen. Wer mag, kann auch grobe Flocken mit dem Messer schneiden.

Wieviel Pulver ergibt eine Paprika?
Zum Ergebnis: Die zwölf Paprika hatten anfangs ein Rohgewicht von 2.068 g. Nach dem Entkernen waren noch 1.773 g „pure“ Paprika übrig und daraus wurden schlussendlich 133 g geräuchertes Paprikapulver: 7,5 % Ausbeute. Das Pulver ist wirklich lecker mit einer kräftigen Rauchnote. Wem das Pulver zu rauchig ist, der kann die Räucherzeit auch auf 3 - 4 Stunden minimieren...

Selbst räuchern oder kaufen?
Klar, diese Methode ist alles andere als wirtschaftlich, wenn man den Verbrauch von Briketts/Kohle, Räucherholz, seiner Zeit am Grill/Smoker und vor allem Strom für Backofen oder Dörrgerät rechnet. Zudem müssen Gerätschaften wie Dörrer oder eine elektrische Kaffeemühle auch erst mal im Haus sein. Es lässt sich festhalten, dass man sicher günstiger kauft, jedoch geht nichts über ein selbst hergestelltes Produkt - und du und deine Gäste werden es lieben!

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