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Der Tepro Manhattan Gasgrill

Geht Gasgrillen auch preiswert? Hier stelle ich den Gasgrill „Manhatten“ der Firma Tepro vor. Der großzügig ausgestattete Grill wurde von mir auf Herz und Nieren getestet: vom Aufbau, über das Grillen, bis zur Reinigung. Fast ein halbes Jahr lange habe ich den Grill getestet...

Der Gasgrill Manhattan wurde mir von der Firma Tepro GmbH im Januar dieses Jahres für einen Produkttest zur Verfügung gestellt. Ich war schon sehr gespannt, was er so drauf hat. Preistechnisch scheint dieser eine interessante Alternative zu den namhaften Grillherstellern zu sein. Während der Testphase stand ich in engem Kontakt zum Produktmanagement von Tepro, die vorab betonten eine ehrliche Meinung und konstruktive Kritik von mir bekommen zu wollen.

Noch ein paar Worte zum Hersteller: Tepro wurde 1985 gegründet und ist seit jeher ein Familienunternehmen. Neben Grillgeräten und -zubehör vertreibt die Tepro GmbH Aufbewahrungslösungen für Terrasse und Garten, Gewächshäuser, Carports und Pavillons. Tepro definiert sich selbst als Preiseinstiegs- und Mittelpreissegment-Hersteller und sieht sich keineswegs als Konkurrent von den großen und namhaften Grillherstellern.

Die Anlieferung des Tepro Manhattan
Der Grill wurde auf einer Einweg-Palette per Spedition angeliefert, die sich einen Tag vor der geplanten Anlieferung telefonisch gemeldet haben, um die Zustellung abzusprechen. Ohne jegliche äußerlichen Schäden am Karton durfte ich das große Packstück dann entgegennehmen. Natürlich konnte ich es nicht lange aushalten und hab den Grill trotz Minusgrade direkt ausgepackt und aufgebaut. Doch bevor wir ins Details gehen, hier mal die wichtigsten Fakten/Features:

- 4 Edelstahl-Brenner, je ca. 3,5 kW
- 1 Seitenbrenner, ca. 3,5 kW
- 1 Horizontalbrenner (Backburner), ca. 3,5 kW
- Grillfläche: 67,5 x 45 cm
- Edelstahl-Grillroste
- Warmhaltefläche (auf extra Rost): 66 x 14 cm
- Aromabox (zum Räuchern)
- Elektrischer Drehspieß mit Motor
- Abdeckhaube

Unboxing und Aufbau des Tepro Manhattan Gasgrill
Positiv fällt auf, dass der Grill sehr sicher und sorgfältig im Karton verstaut war und somit keine große Angriffsfläche für Schäden zulässt. Der Karton kann jedoch aufgrund der Größe und des Gewichts nur mit einer zweiten Person bewegt werden! Auch das Zubehör oder Einzelteile sind alle sicher und teilweise einzeln in Kartons verpackt. Die Kleinteile wie Schrauben, Unterlegscheiben und Federringe werden inklusive Werkzeug (Schraubendreher, Schraubenschlüssel) in einem beschrifteten Blister geliefert, so dass man sich nicht erst mit dem Sortieren von Schrauben zu beschäftigen hat – super!

Der Aufbau ging sehr leicht und relativ schnell von der Hand. Die mitausgelieferte Bedienungsanleitung ist in Deutsch und sehr ausführlich mit Text und Bildern beschrieben. Der Unterschrank wird mittels Steck- und Schraubsystem zusammengebaut, die Türen lassen sich ebenfalls leicht einhängen. Alle vier Rollen sind zudem lenk- und feststellbar. Sehr schnell kommt man dann zur „Vermählung“ zwischen Unterschrank und Brennergehäuse. Dieser Schritt ist alleine durchaus möglich, geht aber leichter, wenn man zu zweit ist. An diesem Punkt sollte man aber darauf achten, dass die Gasleitungen bereits an der rechten Seite des Grills zum Seitenbrenner hinausgeführt werden. Vergisst man diesen Schritt, muss später leider nochmal das Brennergehäuse abmontiert werden. Nachdem das Brennergehäuse dann fest verschraubt ist, werden die Seitenablagen inklusive Seitenbrenner angebaut. Abschließend setzt man die Flammverteiler und die Edelstahlroste ein. Optional kann auch gleich die Halterung für den Drehmotor verbaut werden. Der komplette Aufbau dauert ca. zwei Stunden und erfordert nicht unbedingt ein technisches Geschick, was sehr für den Grill und dessen Konstruktion spricht. Schon während des Aufbaus war ich von der Qualität sehr positiv überrascht.

Inbetriebnahme und Einbrennen des Gasgrills
Die Gasflasche wird am mitgelieferten und bereits vorinstallierten Anschluss installiert und nach einer Dichtigkeitsprüfung kann man direkt loslegen. Im Trolley lässt die Aussparung eine 5 kg-Flasche zu. Jedoch darf man hier auch eine 8 kg-Flasche betreiben, die die gleiche Höhe wie eine 5 kg-Flasche hat. In die Aussparung passt diese Flasche zwar nicht, aber sie steht einigermaßen stabil. Größere Flaschen (11 kg) müssen außerhalb stehen. Die Brenner zünden sehr schnell und zuverlässig. Beim ersten Betrieb hatte ich alle vier Brenner auf „Vollgas“ laufen. Hier hat es jedoch 10 Minuten gedauert, bis die Brenner alle komplett und sauber brannten, dabei haben die Brenner auch etwas „gesungen“. Danach liefen sie aber sauber und hatten ein gleichmäßiges Flammenbild, auch Horizontal- und Seitenbrenner. Sollte das Flammenbild der vier Hauptbrenner nicht in Ordnung sein, hat man die Möglichkeit, die Luftzufuhr nachtzustellen. Hier sollte man jedoch kurze Rücksprache mit dem Tepro-Service halten. Zum Einbrennen des Grills lässt man ihn für ca. 30 Minuten auf volle Stufe laufen, um evtl. Produktionsrückstände zu verbrennen. Nach 20 Minuten erreicht der Grill auch seine Maximaltemperatur, die bei 330 °C liegt (Bemerkung: Umgebungstemperatur waren -1 °C!). Teurere Mitbewerber schaffen höhere Maximaltemperaturen, jedoch sollte diese Temperatur auch für eine leckere Pizza reichen – zumindest wird das auf alle Fälle getestet!

Grillen mit dem Tepro Manhattan Gasgrill
Die erste Disziplin am neuen Grill war ein Wok-Gericht. Sicher nicht üblich zuerst den Seitenbrenner und nicht die Hauptgrillfläche einzuweihen, jedoch war dieses Rezept für den Blog schon so eingeplant und ich war über die schnelle Lieferung des Grills sehr überrascht. Der Seitenbrenner wird ebenfalls durch eine Piezo-Zündung schnell und einfach gezündet und kann direkt verwendet werden. Seine Leistung lässt den Wok im Nu heiß werden und der Spaß kann beginnen. Mein Gericht „Spicy Pork“ war ein voller Erfolg! Die Fläche ist groß genug, dass ein großer Wok Platz auf dem Seitenbrenner hat. Hier können natürlich auch Saucen oder ähnliches erhitzt werden.

Die Rotisserie samt Motor wollte ich mit einem saftigen Hähnchen einweihen. Das gewürzte Geflügel wurde auf den Spieß gezogen und mit den Fleischklammern fixiert. Unter das Hähnchen platziert man idealerweise eine feuerfeste Form, die den austretenden Saft auffängt und somit auch den Grill nicht übermäßig verschmutzt. Je nach Größe des Grillguts muss man evtl. die Roste entnehmen, so dass die Form darunter passt, was aber auch kein Problem darstellt. Der Horizontalbrenner wird gezündet und auf mittlere Stufe eingestellt. Dann schaltet man den Motor an und lässt das Hähnchen rotieren. So wurde das Hähnchen bis zu einer Kerntemperatur in der Brust von ca. 72 Grad alleine mit dem Heckbrenner gegrillt. Das Ergebnis war ein saftiges Stück Fleisch mit einer krossen Haut. Als Beilage gab es Kartoffeln.

Pizza backen auf dem Manhattan
Zum „normalen“ Grillen werden normalerweise keine Temperaturen > 300 °C benötigt. Für eine Pizza vom Grill möchte ich jedoch schon mit einer Temperatur von ca. 400 °C aufwärts arbeiten. Für das „Projekt Pizza“ haben ich den Grill deshalb für eine halbe Stunde vorgeheizt, alle Brenner auf Volllast. Schlussendlich habe ich 330 °C erreicht – mal schauen, ob mir die Pizza trotzdem gelingt. Wichtig ist auf alle Fälle, dass der Pizzastein für mindestens 15 Minuten mit aufgeheizt wird. Je nach Dicke des Schamotts kann dieser auch über direkter Hitze aufgeheizt werden. Brenner 2 und 3 waren über die gesamte Dauer während des Pizzabackens voll aufgedreht – kein Problem für den 3cm dicken Schamott. Wer einen dünneren Stein verwendet, sollte jedoch vorsichtig sein! Bei 330 °C hat meine Pizza ungefähr 3 - 4 Minuten gebraucht, bis sie fertig war: Belag fertig und Boden knusprig. Zwar dauert es einen Moment länger, als wenn man die Pizza bei 400 - 450 °C grillt, das Ergebnis fand ich aber trotzdem sehr gelungen. Pizza klappt definitiv auf dem Manhattan!

Es kann aber auch natürlich „flachgegrillt“ werden. Egal ob verschiedene Fleischsorten oder Gemüse, auf der großen Grillfläche ist genügend Platz um etliche Personen mit Gegrilltem zu versorgen. Durch die vier Brenner hat man zudem die Möglichkeit indirekte Zonen zu bilden um Fleisch saftig garzuziehen. Auch das Warmehalterost bietet zusätzliche Fläche. 


Ist auch typisches BBQ auf dem Tepro Manhattan möglich?
Beim BBQ werden Temperaturen zwischen 100 – 130 °C benötigt. Dabei wird das Grillgut indirekt gegrillt, also nicht über direkter Hitze, den Brennern, unter der Zugabe von Rauch. Die indirekte Zone wird dementsprechend über dem zweiten und dritten Brenner eingerichtet – die bleiben einfach aus. Hier ist auch genügend Platz für ein Pulled Pork oder Spareribs. Brenner 1 und 4 werden gezündet und so eingeregelt, bis man die gewünschte Gartemperatur erreicht hat. Bei mir waren beide Brenner auf minimaler Stufe eingestellt, bei einer Außentemperatur von ca. 5 °C. Hier empfiehlt es sich ein Grillthermometer (z.B. Maverick 733) zu verwenden um die Temperatur direkt am Rost zu messen. Das Deckelthermometer ist hier nicht aussagekräftig, da sich die Hitze unter dem Deckel staut und somit eine höhere Temperatur angezeigt würde. Das/die Kabel führt man über den ausgeschalteten Brennern aus dem Grill. Mit der Aromabox erzeugt man den beim BBQ gewünschten Rauch. Ich war überrascht, wie die Box geraucht hat! Die Box wird mit feuchten Holzchips gefüllt und dann über einen der angeschalteten Brennern positioniert. Der so entstehende Rauch kann bei geschlossenem Deckel wunderbar auf das Fleisch wirken. Unter dem Rost kann auch eine feuerfeste Form platziert werden, in die das Fett tropfen kann. Der Grill bleibt so dann einigermaßen sauber. Der Tepro lief über fünf Stunden relativ konstant auf 110 °C und hat wunderbare Ribs gezaubert. BBQ funktioniert somit ohne Probleme auf dem Manhattan.

Reinigung des Gasgrills
Beim Gasgrill ist natürlich der Punkt Reinigung ein nicht zu vernachlässigender Punkt um eventuelle Fettbrände zu vermeiden. Nach dem Grillen können die Roste einfach abgebürstet werden, nachdem man den Grill nochmal 5 – 10 Minuten hochheizt. Aber auch austretendes Fett kann den Grill ganz schön einsauen. Die Brenner werden jedoch gut durch die Flammverteiler geschützt. Fett und anderer Schmutz fließt in die Fettauffangschale, die man aus dem Trolley entnehmen und leeren kann. Es kann aber auch sein, dass die Isolierplatte ein paar Spritzer abbekommt. Vom Unterschrank aus kommt man sehr gut ran.

Etwas aufwändiger ist die Reinigung des Grillbodens, von wo aus das Fett in die Auffangschale läuft. Um den Boden zu säubern, müssen Grillroste und Flammverteiler entnommen werden. So kann man nun das Fett mit einem feuchten Schwamm ausputzen. Schön wäre es natürlich, wenn man den Grillboden komplett entnehmen könnte, eine Reinigung ist aber trotzdem möglich.

Pro und Contra
+ schneller, einfacher Aufbau
+ vier Brenner auf Hauptgrillfläche, 1 Seitenbrenner, 1 Horizontalbrenner
+ inkl. Drehspieß + Motor
+ inkl. Abdeckhaube
+ BBQ-tauglich in Punkto Temperatur und Räuchern mit Aromabox

- oranger Gasschlauch sichtbar (Optik)
- Gasflaschenhalterung für 5 kg-Flaschen ausgelegt
- Maximaltemperatur 330 °C
- Reinigung wird erschwert durch festgeschraubten Grillboden

Fazit
Ich war ehrlich gesagt sehr überrascht, dass man für relativ „kleines“ Geld, soviel Leistung/Features bekommt. Der Tepro Manhattan ist sauber verarbeitet – man findet keine scharfe Kanten oder ähnliches vor. Der Aufbau kann relativ einfach und schnell durchgeführt werden und ist in der Bedienungsanleitung sehr gut beschrieben. Mit einer sehr großen Grillfläche, einem zusätzlichen Warmhalterost und seinen insgesamt sechs Brennern ist man auch für mehr Gäste super gewappnet. Optisch macht der Manhattan ebenfalls etwas her mit seiner Edelstahloptik und der schwarzen Haube. Der orangefarbene Schlauch zum Seitenbrenner trübt das Gesamtbild etwas, man kann aber darüber hinwegsehen. Hier könnte konstruktiv sicher noch etwas verbessert werden, so dass der Schlauch nicht sichtbar ist und im Geräteinneren verlegt wird. Der Grill ist bei meinen Versuchen auf eine Maximaltemperatur (4 Hauptbrenner auf Maximalstufe) von 330 °C gekommen. Die großen Markenhersteller schaffen hier höhere Temperaturen, jedoch hat die Temperatur ausgereicht, um eine leckere Pizza vom Stein zu backen. Für andere Zwecke wird man kaum Temperaturen jenseits der 300 °C benötigen. Auch im Niedrigtemperaturbereich bzw. für BBQ ist der Tepro bestens geeignet.

Ein noch zu hervorhebender Punkt ist auf alle Fälle, dass Zubehör wie Abdeckhaube, Drehmotor und Spieß bereits im Lieferumfang enthalten sind. Diese müssen bei anderen Herstellern noch separat beschafft werden, und schlagen dort mit weiteren 200 – 250 EUR zu Buche.

Insgesamt bekommt man für kleines Geld einen großen Grill mit vielen Features und Zubehör. Die Verarbeitung und Qualität ist absolut gut und stellt für mich eine gute und günstige Alternative zu den „großen“ Markengrills dar. Ich kann den Tepro Mahnattan Gasgrill trotz leichter Schwächen absolut empfehlen, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt!

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